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#063 – Von Vik i Myrdal nach Borgarnes

2. Juni 2026: Wanderung entlang der Skógarschlucht

Es regnet die Nacht durch, doch morgens lässt es nach. Fragt sich wie lange. Die Wolken hängen tief. Ob sich das lohnt, die lange Wanderung entlang der Skógar im Nebel? Vielleicht ist es ja ganz atmosphärisch? Und oben, immerhin geht es auf 600 Meter rauf, scheint die Sonne?

Na gut, ich laufe los. Die Schlucht ist beeindruckend. Der Nebel macht es besonders. Ein schöner und gewaltiger Wasserfall reiht sich an den anderen und es hört nicht auf. Das Tal ist teils tief eingeschnitten. Menschen sind immer weniger unterwegs.

Vor über zwanzig Jahren bin ich mit meiner Exfrau in die Gegenrichtung gewandert, von Porsmörk nach Skógar an einem Tag, von Landmannalaugar mit schweren Trekkingrucksäcken unterwegs, 25 Kilometer, Kletterpartien im Aufstieg, Sauwetter, miese Stimmung zwischen uns. Wir kürzten ab der Brücke über den Fahrweg ab. So ist der wunderbare Weg entlang der Skógar für mich Neuland.

Es häufen sich die Schneefelder, die ich queren muss. Vor einem größeren und steileren, schon fast bei der Brücke, meinem Wendepunkt, treffe ich auf vier junge Frauen aus Belgien. Sie wollen auch bis zur Brücke und dann zurück.

Für den Rückweg auf dem Fahrweg schließen wir uns zusammen und ich habe nette Unterhaltung.

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