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#058 - Deutschland und Dänemark

1. Mai 2026: Von Hodorf nach Tönning

Nach dem langen gestrigen Tag schlafe ich zehn Stunden bis acht. Das Zelt ist schon sonnenerwärmt. Das laute Blöken der Schafe vom nahen Deich habe ich in die Träume meines etwas komatösen Schlafes eingebaut.

Ich muss ein kurzes Stück zurück, wieder über die Brückenbaustelle, über die ich mich gestern Abend schon gemogelt hatte.. Zwei zögerlichen Rentner*innen zeige ich, wie wir rüberkommen. Ich nehme die kleine Fähre über die Stör nach Beidenfleth. Weiter geht es mit Rückenwind durch die frühlingsgrüne, schöne Landschaft. Den Nord-Ostsee-Kanal quere ich erneut per Fähre und lande in Burg. Ein kleiner Berg übt schon mal für die größeren, die spätestens in Island auf mich warten.

Hungrig erreiche ich Meldorf. Die Marsch ist manchmal etwas eintönig. Dafür ist in dem Ort der Bär los. Die Innenstadt ist voller Fress- und sonstiger Buden. Bei einem Italiener will ich was essen, doch ewig erscheint keine Bedienung. Also Pommes-Currywurst mit Cola vom Imbissstand. Schmeckt mir erstaunlich gut und gibt Power.

Ich komme an die Küste. Viel los hier. Verläuft sich aber auch. Büsum gibt einen Vorgeschmack auf St. Peter-Ording. Kann ich drauf verzichten, auf die Menschenmassen.

Immer am Deich lang, mal binnen-, mal butenseits, erreiche ich das Eidersperrwerk. Halb sechs. So langsam will ich gucken, wo ich bleibe heute Nacht. St. Peter schenk‘ ich mir. Die Campingplätze an der Route locken auch nicht.

Aber da liegt doch Tönning! Dort wohnt Dagmar, die Frau meines Cousins Peter, der leider vor zwei Jahren verstorben ist. Nach etwas hin und her rufe ich an und es passt ihr, dass ich komme. Ich werde herzlich empfangen. Ihr Sohn Ralf mit Familie lebt auch bei ihr im Haus und wir erleben einen schönen Abend.

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