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#039 - Georgien (Teil 7, von Tbilisi nach Omalo)

4. September 2025: Von Torgvas Abano nach Omalo

Früh um halb neun komme ich los. Auf der Straße ist noch nix los. Nach ner Stunde taucht ein kleines, rotes Zelt am Straßenrand auf. Es gehört Semra, einer Türkin, mit dem Rad unterwegs. Sie ist ziemlich aufgedreht. Ich komme kaum zu Wort, geschweige denn, dass sich ein Gespräch ergibt. Eigentlich ist sie ganz nett, aber ich suche lieber das Weite. Tut mir etwas leid.

Die Straße schlängelt sich abenteuerlich den Berg hoch, jetzt oberhalb der Baumgrenze. Die Steigung ist nach wie vor fahrbar. Ätzend steil sind meist nur kurze Abschnitte. In der Höhe geht mir aber doch langsam die Luft aus. Die letzten vierhundert Höhenmeter sind ne Plackerei und ich halte oft zum Luftschnappen und Wieder-zu-Kräften-Kommen.

Der Pass selbst ist nicht so toll. Unterwegs war die Aussicht immer grandios. Das Café und die junge Frau, die es betreibt, sind aber nett. Ein Tee zum Aufwärmen, der Wind ist kalt, und ein Stück Kuchen darf es für mich sein.

Runter geht es vorbei an mächtigen Bergen und durch eine Schlucht. Die Straße ist oft verbaut, um Erdrutsche zu überwinden. Die Straße zieht sich und auch der Himmel hat sich komplett zugezogen. Gewitter grollen und Regen setzt ein. Noch zwei Stunden bis Omalo. Patschnass komm ich beim Guesthouse an und werde freundlich aufgenommen.

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