#039 - Georgien (Teil 7, von Tbilisi nach Omalo)
1. September 2025: Von Khevsurtsopeli nach Lechuri
Angenehm frische fünfzehn Grad hat es am Morgen. Verkehrsarme Straßen führen mich über hübsche Hügel bis Akhmeta. Dort fülle ich meine Vorräte auf, damit ich im abgelegenen Omalo nicht verhungern muss. In Lechuri nehme ich mir – meiner inneren Stimme folgend - ein Zimmer für zwei Nächte. So kann ich innerlich noch etwas Anlauf nehmen auf die schotterigen zweitausendfünfhundert Höhenmeter auf dreißig Kilometer.
Das Guesthouse wird von einer netten Familie geführt: Oma und Opa in meiner Altersklasse, zwei Enkelkinder. Anastasia, etwa zwölf Jahre alt, kann gut englisch und übersetzt. Opa versucht das Rad von Alexej, etwa zehn, zu reparieren. Lenker locker, Bremse auch. Er sieht nicht so aus, als hätte er einen Plan, und hat nichts dagegen, dass ich mich einmische. Bringt das Werkzeug. Die Bremse ist super billig. Nicht viel zu machen. Aber der Lenker ist wieder fest. Alexej dreht singend Runden im Hof. Ich freue mich auch.
Zum Abendessen bekomme ich leckere Khinkali. Danach hängen alle bis auf Oma Sweta vor ihren Handys. Ich genieße den Familienanschluss.








