#041 - Armenien (Teil 1, über die Debedschlucht und den Sevansee nach Yerevan)
27. September 2025: Von Hrazdan nach Yerevan
Mein Tag beginnt auf kleinen Schotterwegen, die mir nicht das Gefühl geben, dass ich hier durchkomme. Kläffende Hunde sorgen dafür, dass ich mich nicht komplett verheddere im Durcheinander der Wege. Eine alte Frau meint, hier geht es nicht weiter. Ich lasse es drauf ankommen. Kaum sehe ich die Straße, auf die ich will, auf der anderen Talseite, endet der Weg an einem Flüsslein. Kann ich hier furten? Ich checke es zu Fuß. Klares, langsam fließendes Wasser, dreißig Zentimeter tief, sandiger, einigermaßen fester Grund, zehn Meter Strecke - machbar.
Die weitere Strecke führt gemächlich bergab, glatter Asphalt, kaum Verkehr, schönes Tal mit sanften geschwungenen Bergen und kleiner schroffer Basaltschlucht.
Bei Bjni biege ich zu einem kleinen, uralten Kirchlein aus dunklem Basalt ab. Kaum Besucher*innen. Gefällt mir viel besser als das überlaufene Sevanavank.
Vor Yerevan nimmt der Verkehr und das Auf und Ab zu. Irgendwann komme ich in der City an. Mein gebuchtes Zimmer in einem Hostel liegt im fünften Stock und hat leider keinen Platz für mein Rad. Der Typ bleibt hart, auch in mein Zimmer darf ich es nicht mitnehmen. So storniere ich und ziehe wieder von dannen. Das nächste Hostel, das Privatzimmer hat, präsentiert sich super im Internet. Ich buche nicht, sondern fahre vorsichtshalber vorbei. Zum Glück: es liegt im Hinterhof und in irgendwelche Garagen verbaut.
Nicht so leicht, was Schönes und Bezahlbares zu finden. Hotels und Apartments sind teuer und überzeugen mich nicht. Also nehme ich ein Bett in einem anderen Hostel. Dort passt alles. Uff!













