#069 – Der Nordwesten Islands: Vom Mývatn zum Fährhafen Seyðisfjörður
22. Juli 2026: Von Fellabær nach Seyðisfjörður
Mein letzter Tag auf Island. Ich muss nur über einen Pass rüber, immerhin sechshundert Meter hoch. Ich frühstücke in der Sonne. Es ist richtig warm. Bestimmt zwanzig Grad.
Zwei Stunden lang geht es nur bergauf. Der Schnee, vor genau zehn Wochen noch überall, ist weitgehend verschwunden. Der Fjord ist ergrünt und viele Wasserfälle stürzen zu Tal. Eine Mischung aus Wehmut und Stolz erfüllt mein Herz. Ich hatte eine sehr erfüllte Zeit, mich meist wohlgefühlt und sogar einige echte Glücksphasen erlebt. „Ich will genau hier sein, wo ich gerade bin, und das tun, was ich gerade tue. Und darf mich glücklich fühlen dabei.“ Vom Wetter und anderen Unbilden habe ich mich nicht unterkriegen lassen, sondern einiges an Gelassenheit dazugewonnen.
Der Campingplatz ist heillos überfüllt. Ich finde jedoch ein akzeptables Plätzchen neben Gundi mit Rad. Der Schweizer mit Pickup auf der anderen Seite schenkt mir ein Bier.





