#064 – Snæfellsnes-Halbinsel - von Borgarnes nach Buðardalur
7. Juni 2026: Von Snorrastaðir nach Breiðavik
Tja, wenn heute schlechtes Wetter wäre, wäre der Campingplatz in Snorrastaðir mit Gemeinschaftsküche und WLAN ein guter Ort für einen Pausentag. Aber die Sonne zeigt sich schon am Morgen und lässt sich den Tag über nicht unterkriegen.
Ich frühstücke mit Trygve und Max und wir laden uns gegenseitig in unsere Heimat ein. Ich besuche ein Seitental, Ytra-Rauðamelsvegur. Es gibt eine beeindruckende Basaltsäulenwand, ein Kirchlein und einen Kegelberg. Weiter hinten im wunderschönen Tal mit bizarren Lavaformationen bin ich alleine.
Bis zum nächsten Campingplatz ist es noch weit, hundert Kilometer insgesamt, und ich trete in die Pedale. Der Wind frischt auf und dreht auf Nordwest. Das bremst mich aus. 18 Uhr Feierabend - das wird wohl nichts. Also erstmal Kaffeepause. Zehn Euro für ein süßes, schweres Stück Möhrenkuchen mit Sahne.
Und Buðir mache ich halt. Es ist schon nach sechs. Die anderen Touristen schauen sich das Kirchlein an. Auf dem Weg zum Vulkan Buðaklettur mit einer Lavahöhle bin ich mal wieder alleine unterwegs. Es ist etwas öde Latscherei, zwei Stunden lang, und ich übe, mich nicht zu stressen.
Um halb neun habe ich noch zwanzig Kilometer und zwei kleine Berge vor mir. Der Wind bläst kalt von der Seite. Kurz vor Arnarstapi, dem Ort mit Campingplatz, entdecke ich in der Breiðavik-Bucht einen schönen Platz zum Wildzelten.

















