#061 – Die südöstlichen Ausläufer des Vatnajökull
21. Mai 2026: Von der Fellsa-Brücke bis Svinafell
Zum Breiðamerkurjökull geht es über sieben Kilometer Huckelpiste. Zeltmöglichkeiten gibt es genug, auch an der Ringstraße, die durch weite Ebenen, durchsetzt mit Felsriegeln oder Moränen, führt. Am Ende der Piste zum Gletscher stehen zwei Monstertruckbusse, aber keine Menschseele ist zu sehen.
Ich spaziere bis zur Gletscherzunge und mache mich auf den Rückweg. Der eine Truck holt mich ein. Ein Mitfahrer reicht mir einen Müsliriegel, der mir bekannt vorkommt. Ich hatte ihn bei der Pause verloren.
Auf der Ringstraße erreiche ich bald den Jökulsarlon. Viele Fahrzeuge und Touristen, wenig Eisberge. Die hat der Ostwind ans andere Ende des Gletschersees getrieben. Den Diamond Beach, an den die Eisbrocken, die ins Meer gelangen, wieder angespült werden, schenke ich mir. Da gefällt mir der nächste kleine Gletschersee am Fjällsjökull besser.
Hungrig halte ich bei einer Tanke mit Café. Viel Alternativen gibt es nicht. Das Essen ist schon alle und die freundliche Bedienung schickt mich zur nächsten Tanke. Dort bekomme ich leckeren Fisch mit Kartoffeln und Salat. Einen Laden gibt es auch und ich fülle meine Vorräte auf.
Im ländlichen kleinen Campingplatz treffe ich Thomas und Leo wieder, welche Überraschung. Wir haben uns Einiges zu erzählen. Eine warme Dusche gibt es nach endlosen Tagen auch mal wieder. Die Lämmer auf der Weide vor meinem Zelt toben sich aus, rasen ausgelassen rum, springen hoch, üben schon mal das besteigen.






















