#060 – Über Pässe und entlang der Fjorde im Osten Islands
13. bis 17. Mai 2026: Zur Begrüßung muss ich über einen schneebedeckten Pass und verbringe zwei Tage an einem ruhigen See. Bevor ich auf der Küstenstraße lande, muss ich nochmal über einen Pass. Die unberührte Natur lässt mich nicht unberührt. Das Wetter ist mir gnädig.
13. Mai 2026: Fährankunft in Seydisfjordur und Radeln nach Hallormsstaður
Island taucht am Horizont auf, unter schweren Wolken und viel Schnee. Easy geht es runter von der Fähre und durch die Passkontrolle. Ich treffe noch einen Radfahrer aus Lausanne und zwei aus der Freisinger Gegend.
Es geht bergauf und mir wird warm. Oben auf dem Pass in rund sechshundert Metern Höhe liegt viel Schnee. Bis auf die Straße ist alles weiß. Die beiden Freisinger holen mich ein, Thomas und Leo. Leider bleiben sie in der Abfahrt zurück, keine Ahnung, warum.
Durchgefroren kehre ich in Egilsstaður ein. Kaffee und Pizzabufett. Da Einiges übrig bleibt, darf ich mitnehmen, soviel ich mag. Genau in meiner Pause hat es etwas geregnet. Doch jetzt ist es wieder trocken und wird zunehmend freundlicher. Hie und da gibt es blaue Wolkenlöcher, auch wenn die Sonne mich nicht findet. Es weht ein sanftes Windchen von Norden.
Ich radle das Tal des Lagarfljót, das sich zu einem See weitet entlang. Es gibt viel Wald, Kiefern, zart austreibende Lärchen und kahles Laubgehölz. Ich erreiche den ersten Campingplatz von Hallormsstaður. Camper stehen auf einer Wiese neben der Straße. Nicht ganz so einladend. Also weiter zum zweiten. Sehr hübsch mit vielen Bäumen, aber geschlossen. An der Kette komme ich jedoch leicht vorbei. Doch Wasser und Toiletten sind stillgelegt.
Also kehre ich wieder um, zurück zum ersten Platz. Der hat doch auch sehr schöne Plätze unten am Ufer. Dort bin ich alleine, denn der Weg ist für Fahrzeuge versperrt. Ich hoffe, ich bekomme keinen Ärger, und genieße die pure, einsame Natur.













