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#038 - Georgien (Teil 6, Tbilisi)

22. bis 31. August 2025

Wow, Tbilisi, was für eine charmante, marode, vielfältige Stadt. Vor allem die Altstadt und das Sololaki-Viertel. Ich genieße es sehr, durch die engen Gassen zu schlendern und mich von der Atmosphäre und den vielen Details, oft verspielt gestaltet, hinreißen zu lassen.

Das marod-bunte bringt mein Herz zum schwingen. Erkenne ich mich darin wieder? Der Jüngste bin ich jedenfalls auch nicht mehr und das Liebenswerte darf gerne mehr Raum einnehmen.

Alles blättert ab, bröselt, verfällt, zeigt tiefere, ungeschützte Schichten. Gealterte Farben kommen zum Vorschein, gelegentlich mit frischen Farbtupfern oder Grafitis kombiniert. Moderne Protzbauten sind in anderen Vierteln zu finden. Selten ist ein Haus mal frisch verputzt. An manchen Ecken drängt sich der Tourismus und der Verkehr in den Vordergrund. Im Wesentlichen ist von Gentrifizierung jedoch nicht so viel zu spüren.

Ich vertreibe mir die Zeit in Kunstmuseen, Kirchen, kleinen Parkanlagen, im Botanischen Garten und natürlich in Cafés und Restaurants. Und besuche Rolf, ein Freund der Familie, Bischof in einer christlichen Kirche, der mir ein dringend benötigtes Ersatzteil – Hinterbauplatte zur Befestigung der Bremse – aus Deutschland mitgebracht hat.

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