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#071 – Norwegen: Von Rjukan bis Gol und weiter über den Mjølkevegen ins Gudbrandsdalen

6. August 2026: Vom Lauvsetvatnet zur Syndigstøga

Wie schon in der Nacht regnet es immer mal wieder etwas. Mein Frühstück findet daher nicht am Picknicktisch, sondern im Zelt statt. Kaum habe ich es nass in den Packsack gestopft, kommt die Sonne raus und strahlt bald über den ganzen Himmel.

Ich fahre über eine Hochebene, ganz hübsch und auch schöne Ausblicke. Erst bin ich auf gut ausgebauter Schotterpiste unterwegs, die die vielen Ferienhäuser erschließt. Los ist allerdings nicht viel, sehe ich von den vielen Radfahrer*innen mal ab. So viele, wie noch nie. Die Hälfte rund flotte Bikepacker*innen. Der Rest Ausflügler*innen.

Ich bewege mich zwischen achthundert und tausend Meter Höhe, also eigentlich flach. Doch es geht tierisch viel rauf und runter. Nach fünfundzwanzig Kilometern habe ich fünfhundert Höhenmeter. Bei einem riesigen Supermarkt im Nirgendwo mache ich Pause. Unter einem Dach, denn mittlerweile regnet es etwas.

Weiter geht es "flach", ich sammle weitere fünfhundert Höhenmeter, meine Beine werden immer schlapper. Zum Regen kommt noch Gegenwind hinzu. Ein kleiner, holpriger Singletrack muntert mich etwas auf.

Ich erreiche die Syndigstøga, ein Hotel. Ich könnte mir ja mal ein Zimmer nehmen, statt im Regen zu zelten? Doch der Preis im Internet ist mir etwas zu hoch. Mal fragen kostet aber auch nichts. Es gibt nur noch Doppelzimmer für einen noch höheren Preis. Mir zu teuer, signalisiere ich. Nach etwas hin und her bekomme ich das Doppelzimmer fast zum halben Preis. Ich schlage zu.

Beim Abendessen lerne ich Pedro aus Lisboa, mit Gravelbike unterwegs, kennen. Wir haben einen unterhaltsamen Abend.

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