#070 – Überfahrt nach Norwegen und durch den Süden bis Rjukan
1. und 2. August 2026: Von Skoland nach Rjukan und Ruhetag
Ich wäre so gerne verbundener mit meiner Umgebung, der Natur, ihrer Schönheit, letztlich mit mir selbst. Ich nehme wahr, dass da noch einiges an Luft nach oben ist. Sorgen und Nöte helfen mir derzeit (leider?) nicht, von diesem Defizit abzulenken.
Meine Bemühungen um Verbundenheit tragen immer nur kurzzeitig Früchte. Meine körperlichen Beschwerden um das rechte Becken klingen zwar ab, beschäftigen mich aber weiterhin. Es gibt da auch ein Gefühl der Taubheit, die sich vom Becken hinab ins rechte Bein und auch hinauf die rechte Seite bis zum Hals zieht. Nix Dramatisches, aber doch deutlich wahrnehmbar, wenn ich mir Zeit zur Einfühlung nehme.
Taubheit, ein stimmiges Stichwort. Dazu passt innere Leere. Nutzt ja nichts, dagegen anzukämpfen. Also lass ich das sein und übe mich in innerer Annahme. 'Nen Scheiß muss ich hier irgendwas genießen!
So trotte ich los, ne kleine Wanderung ab Skinnarbu rein ins Fjell. Ist dann ja doch ganz hübsch und erinnert mich an die botanische Skandinavienexkursion vor über vierzig Jahren. Hübsche Birkenwäldchen, weite Blicke, viele Seen und Sümpfe.
Nach vier Stunden bin ich kaputt. Ohne Sonne ist der Wind recht kalt auf gut tausend Metern. Jetzt kommt sie raus und wärmt mich bei meiner Pause. Doch schon ist sie wieder weg und in Eiseskälte rolle ich bergab bis Rjukan. Imposante Schlucht. Einkaufen und ein Stück weiter auf einen Campingplatz. Mal wieder duschen.
Hier gönne ich mir einen Ruhetag. Wie wohltuend für Körper und Seele. Gefühlt hatte ich das ewig nicht.









