#069 – Der Nordwesten Islands: Vom Mývatn zum Fährhafen Seyðisfjörður
20. Juli 2026: Von Möðrudalur nach Skjöldólfsstaðir
Am Morgen tausche ich mich noch lange mit Annick aus Belgien aus. Sie wollte mit dem Rad zur Askja, musste aber kurz vor dem Ziel wegen zuviel Sand in der Luft umdrehen.
Auf der alten Ringstraße schiebt mich gewaltiger Wind über mehrere kleine Bergketten gen Osten. Der Wind ist so stark, selbst bergauf auf Schotter komme ich bei mancher Böe kaum mit Treten nach. Bei Seitenwind ist es tückisch, vor allem auf den Kuppen. Es fällt schwer, die Linie zu halten und auf dem losen Untergrund oft mit huckeligem Waschbrett muss ich aufpassen, mich nicht auf die Nase zu legen.
Ins Jökuldalur nehme ich die Abkürzung über eine gesperrte Straße, auf die mich Torsten hingewiesen hat. Nur am Schluss muss ich zehn Meter über die Wiese schieben.
Ich erreiche die Stuðlagil-Schlucht. Beeindruckende Basaltsäulen. Ich fahre noch ein Stück bis zu einem Hotel, das eine Wiese zum Zelten anbietet. Nur bei OpenStreetMap und CyclingIceland verzeichnet. Netter Empfang, kein Service, aber Toiletten im Restaurant. Umsonst. Da macht es nichts, dass die Dose Bier, 5,6 % Alkohol, zwölf Euro kostet.










