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#067 – Auf der „35“ durchs Hochland

28. Juni bis 4. Juli 2026: Bei miesen Wettervorhersagen starte ich mein Hochlandabenteuer. Das Wetter ist dann eher fast schön und beschert mir nur einen Zwangspausetag und viel tolles Licht auf eine faszinierende, abwechslungsreiche Landschaft mit krasser, karger Weite und buntem Idyll.

28. Juni 2026: Vom Geysir nach Árbúðir

Das sanfte Trommeln des Regens auf meinem Zelt motiviert mich überhaupt nicht weiterzuradeln. Lieber krieche ich noch tiefer in meinen Schlafsack. Meine regennassen Klamotten habe ich trockengeschlafen. Allerdings ist der Schlafsack jetzt feucht. Blöd.

Ich riskiere einen Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten Tage, die ich im Hochland unterwegs sein werde. Alle drei - vedur.is, yr.no und wetteronline.de - sagen dasselbe: Regen, Regen und noch mehr Regen. Vor allem in drei Tagen: 28 Liter! Der Wind soll auch stürmisch werden, bläst aber wenigstens in meine Richtung.

Mir fallen keine akzeptablen Optionen ein. Abwarten? Umdrehen? Ich schätze, ich muss da durch. Und schon krieche ich aus dem Zelt. Wer hat den da die Führund übernommen? Frühstück geht schnell. Ich schaue mir den Geysir und andere Blubberlöcher direkt neben dem Campingplatz an.

Weiter geht's zum Gullfoss. Ein gewaltiger Bursche von Wasserfall. Beeindruckende Energie. Langsam geht's ins Hochland. Nur noch wenig Verkehr. Imposante, dröhnende, vierachsige Geländebusse dabei. Der Langjökull grüßt von Westen. Es ist erstaunlich trocken. Der Wind bläst nur mäßig. Vereinzelt kommt etwas Sonne durch. Regenschauer am Horizont.

Die Landschaft ist großartig. Ich erreiche die kleine Notfallhütte. Platz für vier Personen. Zehn Kilometer weiter, das ist mir bislang entgangen, gibt es ein Café mit Campingplatz. Kurz davor komme ich doch in einen Schauer. Dafür gibt es Suppe und ne Dusche an einem einladenden Ort.

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