#040 - Georgien (Teil 8, über den Lagodekhi- zum Vashlovani-Nationalpark und weiter nach Armenien)
15. September 2025: Von Dedoplistskaro nach Datvis Khevi
Schon krass, denke ich morgens, wie schwer es mir fällt, mich liebevoll mit meinem innersten Selbst zu verbinden. Etwas wehrt sich ganz massiv dagegen. Angst und Einsamkeit beherrschen mich, so dass ich wie gelähmt bin. Tagewerk erfüllen, das funktioniert. Aber hinter die Ängste schauen, als würde mich dort noch Schlimmeres erwarten, no way. Da hilft oft nur Ablenkung.
Diese verquere, absurde Situation fühlt sich alles andere als gut an. Doch ich gehe nicht völlig in ihr auf. Und sie fühlt sich wahrhaftig an. Sie ist ein Teil von mir und ich versuche, sie sein zu lassen, anzunehmen. Dafür scheint mir die Dretagestour in die menschenleere Steppe gut geeignet.
Von Khatuna erfahre ich, dass ich für den Vashlovani-Nationalpark ein Border-Permit brauche. Also nach dem leckeren Frühstück und Umpacken, da ich Teile meines Gepäcks hier lasse, zur Nationalparkverwaltung. Dort stelle ich fest, dass ich mein Handy vergessen habe. Kein Problem, Khatuna bringt es mir hinterher. Dann muss ich noch zur Grenzpolizei. Dort bekomme ich das Permit.
Zwanzig Kilometer Asphalt, nochmal zwanzig unasphaltiert und ich bin in der hügeligen, trocken gelben und schwarz verbrannten Steppenlandschaft. Hier und da ein Stall oder verlassenes Gebäude. So gut wie niemand unterwegs. Grauer Himmel, aber trocken.
Ich komme zur Bärenschlucht, tolle Landschaft. Erinnert mich an Gamkaskloof-Schlucht in Südafrika. Ich zelte am hübschen Zeltplatz mit Unterstand und Tisch.










