#037 - Georgien (Teil 5, von Kutaisi nach Tbilisi)
19. bis 21. August 2025: Ein Überführungsabschnitt bis in die Hauptstadt. Keine Mega-Highlights, aber doch das ein oder andere Kleinod am Wegesrad,
19. August 2025: Von Kutaisi nach Didvake
Recht unbeschadet komme ich raus aus der Stadt und lande auf einer frischen Betonstraße, die mich nach Zestaponi führt, entlang des breiten Rioni-Flusses. Meine Stimmung ist irgendwie dumpf und leer. Auch die Landschaft bietet keine Inspiration. Dieses dumpfe Gefühl hat Vorteile - ich bin nicht im Sorgen-, Angst- oder Hier-stimmt-was-nicht-Modus. Doch Spaß am Radeln hab ich auch nicht. Meine Pläne für die nächste Zeit sind auch eher vage - nicht geeignet, mich daran festzuhalten.
Ich versuche die Dumpfheit anzunehmen. Sie ist mir vertraut. Etwas Trauer schwingt mit. Das darf alles sein. Mehr passiert erstmal nicht.
In Zestaponi taucht plötzlich eine schöne, kleine Eisdiele auf. Ein Geschenk! Ich habe zwar erst ne längere Pause gemacht. Egal. Rein da. Im Moment sein – das lässt mich meine Lebendigkeit spüren.
Mein Weg führt mich in die Berge. Enge Täler. Kleinteilige Landwirtschaft. Gärten. Weinbau. Plötzlich schöne Ausblicke. Grüßende Menschen. Bei Kharagauli komme ich ins Chkherimelatal, dem ich, wie auch eine alte Bahnlinie, langsam bergan folge. In einem Seitental finde ich einen hübschen Zeltplatz direkt am Wasser. Flussrauschen statt Bahnlärm.








