#036 - Georgien (Teil 4, von Mestia über Zugdidi nach Kutaisi)
9. bis 18. August 2025: Wieder alleine unterwegs. Frei, aber auch einsam. Ich brauche ein paar ruhige Tage, um wieder bei mir anzukommen und finde ein schönes Guesthouse mit herzlicher Wirtin und schönem Blick auf kaukasische Berge. Ich schaue mir Zugdidi und den Martvili-Canyon an und finde noch einen wunderbaren Ort zum Verweilen in den Bergen. Bis Kutaisi folgen weitere Canyons, Wasserfälle und Höhlen.
9. August 2025: Von Mestia nach Khaishi
Schweren Herzens verabschiede ich mich von Sasha, Shalini und Farid. Wir haben zusammen viel Schönes unternommen. Eine freundschaftliche Vertrautheit, die ich mir wünschte, ist jedoch nicht entstanden. Ich brauche Zeit, wieder bei mir anzukommen, mich auf den Weg zu meiner Leichtigkeit zu machen und mein Herz für meine weitere Reise, die mit einigen Fragezeichen versehen ist, zu öffnen.
Die wunderbare Berglandschaft hilft mir dabei. Auch die Begegnungen mit zwei Radlern aus Deutschland und vier weiteren aus Australien und Dänemark. Auch eine italienische Reisegruppe, deren Leiter mir mit großer Herzlichkeit, Neugierde und Bewunderung begegnet, salbt meine emotionalen Wunden.
In Khaishi soll es mehrere Gästehäuser geben. Ich finde aber keines und werde hin und her geschickt. Ein netter, junger Georgier hilft, telefoniert und fährt mit Spielwaren voraus zu Ias Guesthouse, oben auf dem Berg, frischer Wind, tolle Aussicht. Ia ist sehr nett, spricht gut englisch und hat eine Freundin in München. Ihr hatten sie das Rad in Georgien geklaut und sie hat zehn Tage in Ias Guesthouse gewartet, ob die Polizei ihr Rad findet – leider vergeblich.







